Tageslosung

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Ihr scheint als Lichter in der Welt, dadurch dass ihr festhaltet am Wort des Lebens.
Hein: „Abschaffung von § 219a ist Schritt in die völlig falsche Richtung“
Bischof Hein äußert sich zur aktuellen Diskussion um die gesetzliche Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen

Als „Schritt in die völlig falsche Richtung“ wertet Bischof Dr. Martin Hein die aktuelle Diskussion um die Streichung des § 219a. Dies äußerte er gestern in einem Interview gegenüber dem Evangelischen Medienhaus und dem epd. Fünf Bundesländer und eine fraktionsübergreifende Initiative im Bundestag hatten sich dafür ausgesprochen, den § 219a, der das Werben für einen Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellt, abzuschaffen.

Gute Gründe für Beibehaltung des § 219a
Nach Ansicht des Bischofs diene auch der § 219a dazu, den Schutz des Lebens weitgehend zu gewährleisten und ihn nicht unter finanzielle und kommerzielle Interessen zu stellen. Er persönlich finde es „unerträglich“, wenn ein Arzt oder eine Ärztin auf der eigenen Homepage für einen Schwangerschaftsabbruch werben könne, um dann diesen auch durchzuführen. Das Argument, dadurch ein Informationsdefizit zu beheben, ließ Hein nicht gelten. Denn es gebe in der Bundesrepublik ein ausgewiesen gutes System von kirchlichen und anderen Beratungsstellen. Die Beratung diene der Vergewisserung der Entscheidung einer Schwangeren, ob sie ein Kind austragen wolle oder nicht. Diese Beratung müsse ergebnisoffen sein. Der Bischof betonte: „Und deswegen ist es wichtig, dass diese Beratung unabhängig vom medizinischen Vollzug geschieht. Das ist der Hintergrund des Verbotes der gewerbsmäßigen Werbung für Schwangerschaft im Paragraf 219a, und dieses Anliegen ist mitnichten weltfremd oder zeitfremd.“

Kirchen müssen Beitrag zur Debatte leisten
Hein kritisierte, dass die Initiative zur Abschaffung des § 219a in Zeiten eines „politischen Vakuums“ und ohne intensive öffentliche Debatte auf den Weg gebracht worden sei. Er bedauerte, dass die evangelische Kirche bislang nicht gegen eine Abschaffung der geltenden gesetzlichen Regelung Stellung bezogen habe. Sie sei „in dieser Fragestellung von einer seltsamen Leisetreterei befallen“. Hein hingegen spreche sich für eine eindeutige Positionierung der Kirchen aus: „Ich will nicht behaupten, dass die Kirchen die alleinige Meinungsführerschaft in dieser Fragestellung haben, aber sie können ihrerseits einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, ein Bewusstsein zu schaffen, warum ungeborenes Leben in sich seine eigene Würde besitzt.“

 

Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
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